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Früherkennungsprozess

Im Rahmen der Informationsaufnahme werden verschiedene Nachrichten – von der einfachen Zeitungsmeldung bis zum qualifizierten Dossier – in das Früherkennungssystem eingespeist. Wichtig beim Systemaufbau ist vor allem die Zielgerichtetheit des Vorgehens, so dass zwei Teilprozesse unterschieden werden:

  • Monitoring: Bekannte und als besonders kritische angesehene Suchfelder (wie Prämissen für bestehende Strategien, Indikatoren für das Eintreten von Krisen oder spezifische SzenarioKennwerte) werden kontinuierlich beobachtet.
  • Scanning: Hier erfolgt die Nachrichtensuche anhand eines allgemeinen Suchfeldes, dass beispielsweise das gesamte Unternehmensumfeld umfasst.

Im Rahmen der Informationsaufbereitung werden die aufgenommenen Nachrichten in mehreren Teilprozessen verarbeitet:

  • Strukturieren: Dabei werden die Nachrichten anhand in einer Früherkennungsarchitektur den zuvor definierten Themenbereichen und Themen zugeordnet.
  • Vernetzen: Ein zentraler Teilprozess der Früherkennung ist die Identifikation und Vernetzung von Faktoren und Trends. Durch die Möglichkeit multipler Zuordnungen zur Früherkennungsarchitektur entsteht ein sich dynamisch veränderndes Netzwerk.
  • Filtern: Durch geeignete Bewertungskriterien werden besonders relevante Nachrichten identifiziert und im Prozess der Informationsaufbereitung priorisiert.
  • Interpretation: Hier werden die auf unterschiedlich Weise identifizierten Faktoren und Trends – sowie die Ergebnisse der folgenden Prozesse – analysiert, interpretiert und in die strategische Denkarchitektur des Unternehmens eingeordnet.
  • Vorausschau: Ein wichtiger Prozess langfristig erfolgreicher Früherkennungsansätze ist die systematische Vorausschau für neue Faktoren und Trends sowie Beobachtungs und Interpretationsresultate. Daraus ergeben sich neben Szenarien auch einzelne Projektionen oder sogenannte Trendlandschaften.

Alle Teilprozesse dienen letztlich der Entscheidungsunterstützung. Wichtig für den Erfolg eines Früherkennungssystems ist dabei das Feedback der Informationsnutzer.



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